Galle – Fort Galle – Sri Lanka

Wer in Unawatuna oder in der Nähe von Galle Urlaub macht, sollte sich das UNESCO Welt Kulturerbe nicht entgehen lassen. Fast aus ganz Sri Lanka werden Urlauber zum Fort Galle gebracht um es zu besichtigen.

Fort-Galle-19Galle liegt im Südwesten des Landes, etwa 120 Kilometer südlich von Colombo. Da wir unseren Urlaub in Unawatuna verbringen, haben wir auch nicht weit nach Galle. Für den gesamten Aufenthalt haben wir ein Moped gemietet, das ist praktisch, man kommt damit fast überall hin und vor allem ist man ungebunden. Zuerst fahren wir nach Galle Richtung Busterminal, von hier aus sieht man auch schon den Uhrturm.

Dieser wurde 1883 von den Engländern erbaut. Um in das Fort zu gelangen, kann man entweder den alten Eingang nehmen oder den neuen, der liegt schräg gegenüber vom Busbahnhof und ist auch das eigentliche Haupttor von Fort Galle.

Fort-Galle-20 Wenn man diesen Eingang benutzt hat man an der linken Seite eine große Tafel auf der man sich gut orientieren kann. Auf dieser sind sämtliche Sehenswürdigkeiten aufgelistet. Die Festung wurde 1663 von den Niederländern errichtet und ist ein Weltkulturerbe. Fort Galle ist die größte erhaltene europäische Festung im südasiatischen Raum. Galle war bereits lange bevor die Kolonialisierung begann ein wichtiger Seehafen für Perser, Araber, Griechen, Römer und Inder und es herrschte reger Handel. Fort Galle bietet Architektur mit portugiesischen, niederländischen und britischen Einflüssen. Eigentlich ist es am besten wenn man gleich die Church Street nimmt, hier stehen wunderschöne Gebäude die heute größtenteils als Hotels dienen. Man findet in den kleinen Gassen und Straßen kleine Kunstgewerbeläden und Galerien in denen man auch das eine oder andere Souvenir kaufen kann. Für einen kleinen Imbiss oder ein kühles Getränk bietet sich unter anderem das Galle Fort Hotel ausgezeichnet an. Im Fort geht es gemütlich zu, im Gegensatz zum lauten Treiben das sich außerhalb der Fort Mauern abspielt. Eine bunte Sammlung antiker und alter Dinge findet man im Historical Mansion Museum und auch hier kann man das eine oder andere Souvenir ergattern, man sollte sich auch die Zeit nehmen um den Handwerkern bei der Arbeit zuzusehen, der Eintritt ist übrigens frei über eine kleine freiwillige Spende freut man sich natürlich.

Das Museum befindet sich ein der Leyan Baan Street und hat täglich von 9:00 bis 18:00 geöffnet. Ein weiteres Museum ist das National Maritime Museum, dieses befindet sich in der Nähe des Old Gate. In diesem Museum erfährt man viel Interessantes zur Flora und Fauna des Meeres und alles was mit Fischerei und Seefahrt zu tun hat. Fort Galle ist auf alle Fälle einen Besuch wert.

Fotos Galle – Fort Galle – Sri Lanka

 

Das Fort Galle in Sri Lanka: Eine Festung voller Geschichte

Das Fort Galle in Sri Lanka ist ein historisches Juwel, das nicht nur Besucher aus der ganzen Welt anzieht, sondern auch ein Symbol für die reiche Vergangenheit dieser Inselnation ist. Dieses gut erhaltene UNESCO-Weltkulturerbe ist ein faszinierendes Zeugnis der kolonialen Geschichte Sri Lankas und ein Ort, der eine einzigartige Mischung aus Kulturen und Traditionen verkörpert.

Die Ursprünge des Forts Galle

Die Geschichte des Forts Galle reicht weit zurück und ist eng mit den europäischen Kolonialmächten verbunden, die im 16. Jahrhundert in Sri Lanka Fuß fassten. Ursprünglich war das Gebiet, auf dem sich das Fort befindet, ein wichtiger Handelspunkt für Gewürze und Edelsteine. Im Jahr 1505 erreichte der portugiesische Seefahrer Lourenço de Almeida die Küsten von Sri Lanka und gründete eine kleine Siedlung. Dies war der Beginn der kolonialen Präsenz in Galle.

Die holländische Periode

Die Niederländer eroberten Galle im Jahr 1640 von den Portugiesen und begannen, das Fort weiter auszubauen und zu befestigen. Während ihrer Herrschaft errichteten die Holländer zahlreiche Gebäude, die noch heute im Fort zu sehen sind. Diese Gebäude sind ein herausragendes Beispiel für die niederländische Kolonialarchitektur und tragen zu der einzigartigen Atmosphäre des Forts bei.

Die britische Herrschaft

Im Jahr 1796 eroberten die Briten das Fort Galle von den Niederländern und hielten es bis zur Unabhängigkeit Sri Lankas im Jahr 1948 besetzt. Während ihrer Herrschaft erweiterten die Briten das Fort und nutzten es als wichtigen Stützpunkt für ihre Kolonialverwaltung. Viele der historischen Gebäude im Fort tragen noch immer die Spuren der britischen Architektur und Kultur.

Die Architektur des Forts Galle

Das Fort Galle ist bekannt für seine beeindruckende Architektur, die eine Mischung aus europäischem, niederländischem und britischem Einfluss aufweist. Die Festungsmauern sind ein bemerkenswertes Beispiel für die militärische Ingenieurskunst der damaligen Zeit. Die Straßen im Inneren des Forts sind von historischen Gebäuden gesäumt, darunter Kirchen, Moscheen, Wohnhäuser und Geschäfte. Viele dieser Gebäude sind gut erhalten und vermitteln den Besuchern ein lebendiges Bild vergangener Epochen.

Die heutige Bedeutung des Forts Galle

Heute ist das Fort Galle nicht nur ein wichtiges historisches Denkmal, sondern auch ein lebendiger Stadtteil, in dem Menschen leben und arbeiten. Die malerischen Gassen sind gesäumt von Boutiquen, Restaurants, Kunstgalerien und Museen. Das Fort ist auch ein Zentrum für kulturelle Veranstaltungen und Festivals, die die reiche Geschichte und Kultur Sri Lankas zelebrieren.

UNESCO-Weltkulturerbe

Im Jahr 1988 wurde das Fort Galle von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt, was seine Bedeutung für die Weltgemeinschaft unterstreicht. Dieser Status hat dazu beigetragen, die Erhaltung und den Schutz dieses historischen Ortes sicherzustellen.

Das Fort Galle in Sri Lanka ist ein faszinierendes Zeugnis der kolonialen Vergangenheit und ein Ort, der die Geschichte und Kultur dieser Region in sich trägt. Mit seiner beeindruckenden Architektur, den malerischen Gassen und der lebendigen Atmosphäre ist es ein Muss für jeden Besucher, der die reiche Geschichte Sri Lankas erkunden möchte. Es ist ein Ort, an dem Vergangenheit und Gegenwart auf faszinierende Weise miteinander verschmelzen.

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